DIE LIEBESFLAMME DES UNBEFLECKTEN HERZENS MARIENS
Broschüre, 64 Seiten, Immaculata-Verlag, CH-9050 Appenzell


DIE LIEBESFLAMME

VORWORT

Unter dem Titel "Die Liebesflamme" sind "Offenbarungen und Botschaften" übersetzt, die Jesus und Maria in Ungarn durch eine Begnadete an die ganze Welt gerichtet haben. Diese deutsche Übersetzung ist die erste, durch die deren Inhalt das erstemal der breiten Öffentlichkeit bekanntgegeben wird.

Es war Gottes Fügung, daß das geistliche Tagebuch dieser begnadeten Seele in den freien Westen kam. Wie der Leser selbst feststellen wird, ist es der ausdrückliche Wunsch Jesu und Mariens, daß die im Tagebuch enthaltenen Offenbarungen und Botschaften der ganzen Welt bekannt gegeben werden sollen, ohne Unterschied der Glaubenszugehörigkeit der Menschen.

Der Übersetzung war Eile geboten, auch das wird aus dem Inhalt des Tagebuches ersichtlich. Aber auch die gegenwärtige Lage der Welt drängt zur Eile, denn alle Vorzeichen weisen darauf hin, daß uns eine gewaltige Erschütterung bevorsteht. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann dieser fürchterliche Sturm losgeht und wie er wie in einer Kettenreaktion die ganze Welt erfassen wird.

Diese gottlose Welt wird sich einer harten Züchtigung unterwerfen müssen, weil sie sich anders nicht mehr retten läßt. Jedwelche Mahnungen und Bemühungen der Mutter Gottes sind an taube Ohren gelangt. Noch mehr! Man will Ihr sogar jedes Recht absprechen, zu uns zu sprechen.

Eine breite Schicht der sogenannten "Gläubigen" verschanzt sich vor übernatürlichen Vorkommnissen mit dem billigen und bequemen Argument: "Man darf nicht wundersüchig sein!" Das stimmt nur bedringt. Wahr ist aber, daß man auch nicht wunderscheu sein darf! Die größere Gefahr liegt heute eben im letzteren Fall.

Es gibt noch mehrere Gründe der Ablehnung, wie z.B. das Verhalten vieler Christen, die bereits alle Verlautbarungen kirchlicher Behörden mit dem Nimbus der Unfehlbarkeit umgeben, sei es aus Arglosigkeit oder als Folge eines unmündigen Gewissens. Andere wiederum fallen einer Einschüchterung von "oben" zum Opfer. Sie geben ihre persönliche Überzeugung auf, werden mutlos und schweigen, wo sie reden sollten. Wie soll da das Anliegen des Himmels zur Geltung kommen? Es geht ja um unsere Rettung! Denen ist zu sagen: Der Gehorsam ist gewiß eine hohe und verdienstvolle Tugend: die oberste Norm. Er kann aber unter Umständen aus Feigheit geleistet werden, dann hat er mit der Tugend nichts mehr zu tun. Die letzte Entscheidung fällt aber immer das persönliche Gewissen. Darum ist das Gewissen die letzte Instanz, wonach Gott uns einst richten wird.

Wohlverstanden: Nicht darauf kommt es an, daß wir alle übernatürlichen Vorkommnisse wie Offenbarungen, Erscheinungen usw. wahllos und vorbehaltlos als echt annehmen sollen oder müssen, sondern daß wir den guten Willen haben, die Mahnung des Himmels ernst zu nehmen. Denn: wehe uns, wenn wir die mütterlichen Worte der Mutter Gottes in den Wind schlagen! Das bleibt nicht unbestraft!

Angesichts des schrecklichen Vergehens und der hochmütigen Maßnahmen der Verantwortlichen, die in den letzten Jahrzehnten an den Tag gelegt wurden, kann man erahnen, was uns an Züchtigung bevorsteht. Diese Generation ist in ihren Sünden und Lastern derart verhärtet, daß nicht einmal die blutigen Tränen unserer himmlischen Mutter sie zur Umkehr bewegen. Und dennoch! Die Barmherzigkeit Gottes überwiegt alle Bosheit der Menschen. Er sendet uns Maria als unseren letzten Rettungsanker. Das mütterliche Herz unserer himmlischen Mutter hört nicht auf, uns zu mahnen und zu stärken bis zur letzten Stunde. In Ihrer bangen Sorge um uns sucht Sie immer neue Wege, neue Mittel, um uns noch retten zu können. Wir sind ja Ihre Kinder. Welch ein Schmerz für eine Mutter, zusehen zu müssen, wie Ihre Kinder auf ewig verloren gehen! Darum wird Sie nicht müde, uns immer neue Gnadenerweise zu schenken, damit wir wenigstens im letzten Augenblick noch gerettet werden.

In diesem Sinne sind die im folgenden Tagebuch veröffentlichten "Offenbarungen und Botschaften" zu verstehen, in denen Maria uns ein neues, einmaliges und einzigartiges Mittel gibt: die Liebesflamme Ihres Unbefleckten Herzens.

Das Tagebuch ist auf höheren Befehl geschrieben worden. Darüber schreibt die Begnadete: "Das Jahr 1961-62 ist mit diesen inneren Gesprächen verlaufen. Damals habe ich sie nicht niedergeschrieben. Ich fing erst dann an, diese niederzuschreiben, als der Herr mich dazu aufgefordert hatte." (Also wurde mit dem Tagebuch aus der Erinnerung begonnen und auch deshalb fehlt fast überall das Datum.) Weiterhin: "Wenn der liebe Heiland kürzere Gespräche mit mir führt, schreibe ich diese dann wort-wörtlich nieder." - "Während der Heiligen Stunde ist es oft so, daß diese Gespräche einfach in mein Bewußtsein über- (ein-)gehen, und dann ist es mir unmöglich, diese niederzuschreiben." Außerdem finden wir auch im Tagebuch Stellen, die bestätigen, daß die Begnadete einem höhere Befehl gehorchend schreiben mußte. Einmal sagt ihr Jesus: "Teile es deinem Seelenführer mit!...". - Ein anderes Mal: "Du darfst nur das tun, was er dir sagt, denn auch durch ihn (den Seelenführer) spreche Ich zu dir." - Dann wieder: "Tue nichts von selbst! Und wenn er auch anders sagen würde als Ich, tu das, was er sagt!"

Bei diesen übernatürlichen Mitteilungen handelt es sich um verstandesmäßige Erkenntnisse, weil sich alles im Verstande abspielt. (Die Begnadete drückt das so aus: "In der Tiefe meiner Seele hörte ich...".) Dieses Hören, Sehen geschieht nicht mit physischen Ohren, Augen. Die Seele bekommt Begriffe, die die begnadete Person dann nach ihrem Sprachgebrauch niederschreibt. Bei dieser Seele ist es aber sehr oft vorgekommen, daß sie das Mitzuteilende auch in menschlicher Sprache formuliert hörte.

ZUR PERSON der Begnadeten:
Sie ist Mutter von 6 Kindern und lebt als Witwe in einer Großstadt Ungarns nach dem Willen des Herrn still und verborgen den Menschen unbekannt. Jesus sagte zu ihr: "Du mußt verborgen bleiben!" Diesem Wunsch Jesu wollen wir nachkommen und keine näheren Angaben über ihre Person machen. Soviel aber darf verraten werden, daß diese Mutter keine gebildete Frau ist. Es hat dem Herrn gefallen, eine ganz einfältige und einfache Seele für sich zu erwählen. Ihre Ausbildung besteht aus 4 Volksschulklassen. Ja, es ist die Vorliebe des Herrn, die Unwissenden, die Armen aus dem Volk zu wählen und sie zu Gefäßen Seiner Auserwählung zu machen.

"Und damit die Größe ihrer Sendung sie nicht blende und sie nicht zum Stolz versuche, gefällt Er sich darin, sie beständig ihr Nichts, ihr angeborenes Elend, ihre Schwäche fühlen zu lassen. Nur in wahrhaft demütigen Seelen sind Seine Gnaden in Sicherheit. Das ist die Weise der Vorsehung: Auf dem Nichts gründet Gott Seinen Ruhm."

"Hätte Ich eine Elendere gefunden als dich", - sagte Er zur heiligen Margaretha Alacoque, "so hätte Ich diese erwählt." Auch Schwester Josefa Menendez hörte oftmals dieselben Worte: "Hätte Ich einem elenderen Geschöpf begegnen können, so hätte Ich meinen Blick darauf gerichtet. Da Ich es aber nicht gefunden habe, so bist du die Erwählte." Und kurz darauf sagte Er hinzu: "Ich habe dich erwählt, weil du ein unnützes und ganz armseliges Geschöpf bist, und damit in Wahrheit Ich es sei, der da redet, bittet, handelt." ("Die Liebe ruft", S. 11)

Unsere Begnadete fragte auch einmal staunend die Mutter Gottes: "Warum hast Du eben mich auserwählt... wo doch in der Welt so viele andere gute Seeen sind?"... Darauf antwortete die Mutter Gottes: "Mert nálad kisebbet és tudatlanabbat seholsem találtam!" = "weil ich eine Kleinere und Unwissendere als dich nirgendwo gefunden habe!

Diese Zwiegespräche beruhen auf einer ständigen, ununterbrochenen innigen Beziehung und Verbindung mit dem Herrn. Zwischen den Zeilen des Tagebuchs lesen wir auch über die Sehnsucht Jesu, wie sehr Er diese innige Verbindung mit einer jeden Seele aufnehmen würde. Dazu braucht man nicht eine hl. Theresia die Große oder die Kleine zu sein. Sie ist auch Frauen und Männern erreichbar, die mitten in der Welt von Versuchungen und materiellen Srogen geplagt leben.

Aus dem Inhalt des Tagebuches geht hervor, worin die Aufgabe eins jeden Menschen besteht und was er in den Drangsalen dieser Zei zu tun hat: OPFER - GEBET - BUSSE.

Zur Gliederung des Inhaltes sei folgendes vermerkt:
Um die Einheit und Originalität des Tagebuches treu zu bewahren, wurde zwischen dem Text auf jedwelche Erklärung und Auslegung verzichtet. Die reiche Fülle und Dichte der Aussagen hat jedoch empfohlen, den Text mit passenden Überschriften zu versehen, um den Lesern einen leichteren Überblick und die Möglichkeit eines meditierenden Verweilens zu geben.

Möge der Inhalt dieses Tagebuches überall aufgeschlossene Herzen finden, die im Zeichen der Sühne und des Apostolats ohne Zögern, ohne Aufschub an der RETTUNG DER WELT MITWIRKEN.

Am Feste Mariä Lichtmeß 1976

Der Übersetzer


Auszug aus der Broschüre: "Die Liebesflamme des Unbefleckten Herzens Mariens", Immaculata-Verlag, CH-9050 Appenzell, 1. Auflage, November 1976. © by Immaculata-Verlag, Appenzell, Schweiz.